Überetsch: Tarantino, Cavallari (ab 61. De Bacco), Menghin, Ruscelli, Paternoster, Pfitscher (ab 75. Lekaj), Cia, Jannick Daum (ab 61. Jonas Daum), Mlakar, Meraner (ab 83. Franchi), Kratter (ab. 79. Trafojer)
AFC Ulten Raiff.: Fabian Schwarz, Manuel Pilser, Gruber, Reka, Tratter, Peter Kuppelwieser (ab 83. Fabian Schwarz), Fabian Pilser, Holzner (ab 61. Chris Gamper) Aaron Gamper (ab 69. Daniel Schwarz), Garber, Tobias Breitenberger
1:0 Jonas Daum (80.), 2:0 Lekaj (91.)
Gelbe Karte: Reka (Ulten)
Personell dezimierte Ultner, die aufgrund von Sperren und persönlichen Abwesenheiten auf mehrere Stammkräfte verzichten mussten, verabschiedeten sich am späten Samstagnachmittag nach einer 0:2-Niederlage gegen Überetsch aus dem Raiffeisen Landespokal. Von Beginn an merkte man, dass es dem Team von Davide Santachiara an der nötigen Abstimmung fehlte und Luis Gruber & Co. so gut wie nie Zugriff auf den Gegner bekamen. Die Lauf- und Kampfbereitschaft stimmte jedoch, sodass man es den Gastgebern schwer machte, zum Torerfolg zu kommen. So hielt man lange Zeit das torlose Remis. Erst in der Schlussphase fixierte die Elf von Neo-Coach Patrick Fliri den verdienten Aufstieg in die zweite Pokalrunde. Ulten kann sich somit auf die Meisterschaft konzentrieren, die am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen Schenna beginnt.
Die Hausherren, bei denen die drei Neuzugänge aus Brixen - Mlakar, Menghin und Cia - von Beginn an zum Einsatz kamen, wären beinahe schon nach 33 Sekunden in Führung gegangen. Mlakar schlug eine Flanke in den Strafraum, wo Ex-Profi Cia den Ball volley nahm, ihn jedoch an den Pfosten setzte. Ulten war völlig überfordert, weil Überetsch es immer wieder schaffte, Überzahl auf den Flügeln zu schaffen. Mehrmals brannte es im Strafraum der Ultner lichterloh, doch irgendwie gelang es den Ultnern mit dem nötigen Glück immer wieder, den Rückstand zu verhindern. Ruscellis Abschluss (12.) wurde ebenso geblockt wie Kratters Versuch aus zwölf Metern (15.), ehe Fabian Schwarz gegen Cia zur Ecke abwehren konnte (16.). Dann verzog Meraner knapp (19.). Die Gäste, die sich in den ersten 20 Minuten praktisch nie in die gegnerische Hälfte verirrt hatten, bekamen nun etwas mehr Zugriff. Coach Davide Santachiara haderte jedoch mehrmals mit leichtfertigen Ballverlusten im Mittelfeld bzw. im Angriff, sodass sich die Ultner Ballbesitzphasen auf ein Minimum beschränkten. Während es auf Ultner Seite keinen einzigen nennenswerten Torschuss zu verzeichnen gab, verzog Mlakar auf der Gegenseite aus bester Position gleich zwei Mal (34., 38.). Gegen Cia war Fabian Schwarz im kurzen Eck ebenso zur Stelle (43.) wie bei einem tückischen Flankenversuch von Cavallari, bei dem sich der Ultner Schlussmann mächtig strecken musste, um den Einschlag zu verhindern (45.). So ging es mit dem schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich wenig am Spielgeschehen. Überetsch war weiterhin spielbestimmend, doch die tief stehende Abwehr der Ultner agierte nun deutlich kompakter. Dementsprechend schwer tat sich die Elf von Patrick Fliri, der im Sommer von Naturns gekommen war. Kratters Abschluss nach Cia-Ablage ging am Tor vorbei (61.), ehe der junge Pfitscher (Jahrgang 2010) aus der Distanz doch recht deutlich drüber schoss (64.). Als einige Zuschauer bereits mit einem Elfmeterschießen liebäugelten, gelang Überetsch die verdiente Führung: Nach einem Diagonalball von Ruscelli legte sich De Bacco auf links das Leder zurecht, flankte ideal zur Mitte, wo der eingewechselte Jonas Daum eingelaufen war und das Leder volley versenkte (80.). Im Konter ließ der Torschütze die Entscheidung liegen und verzog knapp (86.). Das hätte sich wenig später fast gerächt, als Ulten endlich einmal gefährlich in die gegnerische Hälfte kam. Über Luis Gruber und Chris Gamper kam der Ball zur Mitte, wo Fabian Schwarz nicht entscheidend zum Abschluss kam (87.). In der Nachspielzeit sorgte der ebenfalls eingewechselte Lekaj für die Entscheidung: Trafojer fing einen Pass im Aufbauspiel der Ultner ab. Er bediente Cia, der im Strafraum das Leder mustergültig für Lekaj servierte. Dieser hatte aus zwölf Metern keine Mühe, Fabian Schwarz zu bezwingen und sorgte für den 2:0-Endstand (91.).
